7 Tipps für deine Yoga Routine

Eine eigene Yoga Praxis zu haben, auf die du immer wieder zurückgreifen kannst und die du ganz deinen Bedürfnissen anpasst, ist unglaublich wertvoll. Sie hilft zur kontinuierlichen Ausgeglichenheit im Alltag und schnelleren Verstehen deiner Bedürfnisse.



Eine eigene Yoga Praxis zu haben, auf die du immer wieder zurückgreifen kannst und die du ganz deinen Bedürfnissen anpasst, ist unglaublich wertvoll. Sie hilft zur kontinuierlichen Ausgeglichenheit im Alltag und schnelleren Verstehen deiner Bedürfnisse. Yoga nur für sich zu machen hat außerdem den Vorteil, dass du ganz bei dir bist und dich vom äußeren Geschehen nicht ablenken lassen kannst. Manchmal ist der Print auf der Yogahose deiner Matten-Nachbarin viel interessanter oder du machst dir Gedanken, ob die Asana bei dir genauso beeindruckend aussieht. Damit stellen wir uns in einen Vergleich mit etwas von uns völlig unabhängigen. Manchmal fehlt dir vielleicht auch die Zeit um ins Yogastudio zu gehen. Mit diesen Tipps schaffst du dir deine eigene Routine: Also roll deine Matte aus und beginne!

“ Yoga nur für sich zu machen hat außerdem den Vorteil, dass du ganz bei dir bist und dich vom äußeren Geschehen nicht ablenken lassen kannst.”

1. Schaffe dir dein eigenes Reich


Natürlich brauchst du rein nichts außer deiner Matte um Yoga zu praktizieren, Punkt. Du kannst sie im Hotelzimmer, in der Küche oder mitten in einem Park ausrollen. Dennoch ist es schön, sich seinen eigenen Rückzugsort zu schaffen. Am besten wählst du einen ruhigen Platz an dem du ungestört bist und deine Matte liegen bleiben kann - so wirst du auch täglich daran erinnert. Vergiss nicht, eine Decke und vielleicht gemütliche Socken dazu zu legen. Du kannst dir einen Altar bauen auf dem du ein Bild einer inspirierenden Person oder einen Lieblingsspruch stellst. Eine Kerze anzünden und mit Blumen oder Muscheln vom Strandspaziergang dekorieren. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und alles was dich glücklich macht darf auf deinem Altar stehen.


2. Mache deine eigenen Regeln oder wirf alle über Bord


Bei deiner eigenen Yoga Praxis kannst du dir deine ganz eigene Sequenz überlegen. Trotzdem ist es hilfreich sich im Groben danach zu richten, wie dein Yogalehrer den Unterricht aufbaut. Tipp: Beginne mit einer kleinen Meditation oder setzte dich einen Moment in Stille hin und spüre in dich hinein. Dort kann auch der erste Impuls dafür kommen, was du gerade brauchst. Fange an langsam deinen Körper zu mobilisieren und bleibe achtsamen in deinen Bewegungen. Ein paar Sonnengrüße erwärmen deinen Körper und bringen deinen Kreislauf in Schwung. Von hier aus eignen sich einige stehende Asanas, wie die Krieger- oder Balancehaltungen. Grundsätzlich fühlst du dich besonders ausgeglichen, wenn du Vorbeugen, Rückbeugen, Hüftöffner und Twists einbaust. Wähle zum Schluss einige Asanas, die du länger hältst um runterzufahren und verzichte niemals auf eine Endentspannung um deinen Energiehaushalt aufzufüllen. Und sonst so: Mantras, Mudras, inspirierende Texte – erlaubt ist was du liebst.


3. Entwickle eine feste Routine


Hört sich erstmal starr und langweilig an, aber eine feste Zeit am Tag zu haben um vielleicht nur 20 Minuten Yoga zu machen, fällt leichter als 2-mal die Woche für 1,5 Stunden einzuplanen. Gerade die tägliche Wiederholung setzt sich so in deinem Gehirn fest, dass die Praxis nachher so selbstverständlich wie Zähne putzen sein wird. Ganz ehrlich: Auch du hast 20 Minuten Zeit am Tag, du musst sie dir nur nehmen und das Geschenk das du dafür erhältst wird dich vielleicht motivieren deine Zeit auf der Matte noch zu verlängern. Stress dich damit nicht, manchmal werden es 10 Minuten sein und an anderen Tagen vergisst du jegliches Zeitgefühl um nach 2 Stunden festzustellen, dass Yoga verdammt viel Spaß macht. Tipp: Setze einen festen Termin in deinem Kalender oder gehe direkt in Yogakleidung schlafen um am Morgen zu starten.


4. Dein Atem trägt dich durchs Leben


“The mind is the king of the senses, but the breath is the king of the mind.” – Hatha Yoga Pradipika. Der Atem ist nur ein Teil des Pranas. Durch Pranayama nehmen wir bewusst die Energie, die das Universum auf allen Ebenen durchdringt, auf. Wir trainieren die Lungen effizienter hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit, Tiefe und Qualität was uns somit mehr Lebensenergie gibt. Außerdem trägt unsere Atmung uns durch die Bewegungen - öffnest du deinen Brustkorb atmest du ein, hältst du eine herausfordernde Asana bringt der Atemverhalt dir Stabilität. Da du mit Sicherheit bereits durch den Yogaunterricht einiges über Pranayama weißt, kennst du die enorme Wirkung und weißt, dass die Atmung dich durch die gesamte Yoga Praxis tragen sollte.


5. Selbstliebe – auch das ist Yoga


Ich nehme dir deine Zweifel gleich vorweg. Es wird der Tag kommen, an dem du dich direkt in dein Bett legst, du den ganzen Tag gearbeitet hast und von dort aus auf einer Party warst und spät nach Hause kommst. Du wirst die Matte mit einem Blick streifen um sie dann innerlich zu verteufeln. Was liegt sie da auch so blöd rum und erinnert dich an dein gescheitertes Vorhaben. Jetzt ist der Punkt gekommen an dem du Selbstliebe praktizierst. Kein Grund alles aufzugeben, weil du meinst es nicht geschafft zu haben. Bullshit! Jeder Mensch hat diese Tage. Erwarte keine Perfektion. Die gibt es nicht! Bleibe sanft und starte einfach am nächsten Tag wieder.


6. Achte auf deine Bedürfnisse und wirke ausgleichend


Bist du eher der flexible Typ, liebst schnelle Flows und forderst dich gerne heraus? Super, aber wahrscheinlich weißt du selbst, dass du gerade im Yin Yoga herrlich abschalten kannst und dein Vata dadurch ausgeglichen wird. Die eigene Praxis gibt dir natürlich die Freiheit nur das zu tun was du besonders gut kannst, soll ja Spaß machen. Verstehe mich nicht falsch, du kannst weiterhin durch die Flows tanzen, aber vergiss nicht, auch mal runterzufahren und die Asanas länger zu halten und eher Kraft aufzubauen. Das gleiche zählt natürlich andersherum, wenn es dir an Beweglichkeit mangelt wähle regelmäßige fließende Übergänge und power dich mal so richtig aus. Eine Personal Yoga Stunde mit deiner Lieblingsyogalehrerin kann dir helfen für dich abgestimmte Sequenzen kennenzulernen und bringt dir neue Inspiration.


7. Ey da müsste Musik sein!


Erstelle dir eine eigene Playlist und stimme die Titel passend zu den einzelnen Sequenzen ab. Aus dem Vinyasa Yoga kennst du den Zauber der Musik während des Yogas. Für deine eigene Praxis kannst du dir deine Lieblingssongs raussuchen, die dich bei dynamischen Flows unterstützen und deren Beat dich über die Matte trägt oder ein Mantra in der Cool-Down Phase das dich noch tiefer in dich kehren lässt und dich mit dem höheren Sein verbindet. Vielleicht magst du auch nur leise Naturklänge während deiner gesamten Praxis die dich runterfahren und weit weg bringen. Musik hat einfach eine enorme Wirkung, die jeder von uns kennt. Ich persönlich praktiziere nie ohne meine Playlists, die ich mir immer wieder passend zu meiner Stimmung erstelle oder verändere. Probiere es aus und wenn du feststellt, dass du am liebsten in Stille bist, dann ist das genauso gut! Auch hier gilt, dein ganz persönlicher Geschmack.


Praktizierst du bereits Yoga zuhause? Vielleicht hast du noch Tipps und Tricks? Dann lass es mich gerne wissen.


Bemerkung: Eine eigene Yogapraxis ersetzt keinen realen Yoga Kurs. Es ist wichtig einen Lehrer zu haben, der eine nachhaltige und gesunde Yogapraxis lehrt. Du solltest ein gutes Fundament entwickeln und die Grundprinzipien der körperlichen Ausrichtung verinnerlichen.

© 2020 by Sara Wragge