Meditieren - Einstieg in ein neues Bewusstsein

Durch die Meditation werden wir ruhiger, konzentrierter und als tolle Nebenwirkung eben auch produktiver.



Da „oben“ ist und bleibt ordentlich was los, so ist unser Gehirn eben programmiert. Aber wir lernen durch die Meditation selbst zu entscheiden, wo wir zuhören und wo wir einfach abschalten. Wie beim Radio. Oft höre ich „Ach, ich würde ja meditieren, aber ich bin dazu irgendwie zu unruhig.“ oder „…mir fehlt einfach die Zeit dazu…“ - Super, das sind die perfekten Gründe mit dem Meditieren zu beginnen, die unser Schweinehund da liefert. Denn durch die Meditation werden wir genau das: ruhiger, konzentrierter und als tolle Nebenwirkung eben auch produktiver. Mein Schweinehund versucht es auch gerne nach mehrjähriger Meditationspraxis immer mal wieder. Aber mittlerweile fordert ein anderer Teil in mir das Meditieren so gut wie täglich ein - denn dieser Teil hat gelernt, dass dieses Inne halten immer wieder ganz viel positive Energie und Kräfte in mir freisetzt. Darüber bin ich jedes Mal auf’s Neue verblüfft, voller Freude und Dankbarkeit!


PROBIEREN GEHT ÜBER STUDIEREN


Mach dir keinen Stress, dass du mindestens 15 oder 20 Minuten meditieren musst, weil es sonst gar keinen Sinn macht. Das stimmt nicht, jeder nur so kurze Moment der Achtsamkeit trainiert den Meditationsmuskel. Setze dich einfach 2 Minuten hin, schließe die Augen und spüre in dich hinein. Atme bewusst und ruhig und wenn du dann die Augen wieder auf machst, kann deine Welt schon ganz anders aussehen. Vielleicht hast du im Laufe des Tages 5 Minuten Zeit, dich in Ruhe hinzusetzen. Oder du gönnst dir am Abend eine schöne geführte Meditation, die vielleicht 15 oder 30 Minuten dauert. Das tut besonders nach einem geschäftigen Tag richtig gut und entspannt für einen schönen Abend. Ich mache nach einem langen Arbeitstag gerne einen geführten Bodyscan oder Yoga Nidra (yogischer Schlaf), döse dabei vielleicht sogar 15 Minuten weg und fühle mich danach frisch wie an einem neuen Tag.


Meine Lieblingsposition beim Meditieren zu Hause ist der Fersensitz auf einer weichen Schaumstoffunterlage. Dabei sitze ich auf einem Yogaklotz, den ich mit einer Wolldecke polstere. So kann ich mich sehr bequem und mühelos aufrecht halten. Die Hände lege ich entspannt auf den Oberschenkeln ab. Manchmal habe ich auch Lust auf eine bewegte Meditation, vor allem, wenn ich mich gerade voller positiver Energie fühle oder aber wenn ich mich aktivieren und mit positiver Energie aufladen möchte. Eine Meditation in Bewegung kann auch einfach ein achtsamer Spaziergang sein. Wenn ich wirklich viel Entspannung brauche, dann lege ich mich auf den Rücken, am liebsten in Shavasana und mache gerne den bereits erwähnten Bodyscan oder Yoga Nidra. Mach dir keinen Druck, bloß nicht einschlafen zu dürfen. Wenn es passiert, dann war es wahrscheinlich das, was dein Körper und Geist gerade gebraucht haben.


WAS MUSS ICH IN DER MEDITATION TUN?


Nichts! Meistens höre ich bei der Meditation einfach nur in mein Inneres hinein, lasse mich überraschen, was da angeschaut werden möchte und lerne mich somit jeden Tag ein bisschen besser kennen. Hierdurch werden ungeahnte Kräfte, Lösungen und Kreativitätstief aus unserem Inneren freigesetzt, die durch reines Nachdenken nicht erreicht werden. Auch die Konzentration wird ungemein verbessert. So können wir uns in der Meditation zunächst entspannen und dann eine Frage in den Raum werfen und voller Offenheit und Neugier auf eine Antwort warten. Hierbei können natürlich auch unangenehme Gefühle zu Tage kommen. Wichtig ist, dass unangenehme Gefühle hier nicht sofort wieder verdrängt werden, sondern dass wir sie spüren und sie somit loslassen können.


Bei der Konzentration hilft es ungemein, sich auf den Atem zu fokussieren, denn den hast du immer dabei. :) Hierbei kannst du einfach in deine Brust oder deinen Bauchspüren, je nachdem, wo du den Atem am besten wahrnehmen kannst. Manchmal ist es auch der frische Luftzug an der Nasenspitze. Immer wenn du dich in Gedanken verlierst, dann erinnere dich an den Atem und bringe die Konzentration hierhin zurück. Jedes Mal, wenn du deine Konzentration zurück lenkst, freue dich, denn du hast deinen Meditationsmuskel ein weiteres Mal trainiert. So wird es mit der Zeit immer einfacher und schneller gehen einen Gedanken ziehen zu lassen.


So vielseitig wie du bist, kann und darf auch deine Meditationspraxis sein. Jeder Tag ist anders und so kannst du eine Meditation wählen, die zu deinem Alltag, zu deiner Stimmung und zu deinen Bedürfnissen passt. Mit der Zeit erkennst du dein Inneres immer schneller und besser.



Hallo, ich bin Yvonne aus Hamburg und habe meine liebe Freundin Sara in der Yogalehrerausbildung kennen gelernt. Da ich schon seit 2008 meditiere - zunächst nur sporadisch und seit ein paar Jahren täglich - mich mal mehr und mal weniger motiviert durch unterschiedlichste Meditationstechniken, sowie zahlreiche Höhen und Tiefen meines Lebens gearbeitet habe, habe ich hier meine wertvollsten Erfahrungen mit euch geteilt. Denn eine Meditationspraxis ist ein wertvolles Tool für alle Lebenslagen.

© 2020 by Sara Wragge