Peace Yoga - Fuck Life! Warum wir uns im Alltag völlig vergessen

Warum fällt es uns so schwer im Alltag entspannt zu sein und Yoga zu leben?



Die meisten Yogis kennen das: Während der Stunde und vor allem in der Endentspannung fühlen wir uns eins mit der Welt und unseren lieben, sanft vor sich hin atmenden Mitschülern. Es gibt ja auch nichts worüber wir uns ärgern sollten oder könnten. Der Kopf schwebt in anderen Sphären und unser Körper fühlt sich herrlich leicht an. Beseelt und glücklich verlassen wir das Yogastudio. Dabei kann es schon auf dem Weg nach Hause dazu kommen, dass wir uns über den Idioten aufregen müssen, der die Grünphase der Ampel verpennt oder uns eine Freundin versetzt. Weg sind sie, die Toleranz und das Verständnis. Und komischerweise geht uns das ziemlich oft so. Warum fällt es uns so schwer im Alltag entspannt zu sein und Yoga zu leben?


“Beim Yoga geht es nicht darum ausgefallene Asanas zu können, vom Handstand in den Spagat zu gleiten, sondern darum fernab der Matte – im alltäglichen Leben - freundlicher und mitfühlender zu sein.”

Ganz klar liegt das vor allem daran, dass wir nicht allein sind und um uns herum viele verschiedene Menschen mit uns kommunizieren und agieren. Da gibt es schon mal die eine oder andere Herausforderung. Beim Yoga geht es nicht darum ausgefallene Asanas zu können, vom Handstand in den Spagat zu gleiten, sondern darum fernab der Matte – im alltäglichen Leben - freundlicher und mitfühlender zu sein. Diese Haltung erlangen wir durch regelmäßige Praxis und Achtsamkeit die wir immer wieder in den Vordergrund holen müssen. Als Beispiel eignet sich die Bauchatmung dafür sehr gut oder das bewusste Ausführen nur einer Tätigkeit.



Gehörst du zu den Menschen, die immer sehr streng mit sich selbst sind? Meinen nie gut genug zu sein und immer noch hätten mehr geben können? Dann wird dir auch schwer fallen, mit anderen gütig umzugehen. Unsere Erwartungen sind so hoch, dass weder wir noch andere diesen gerecht werden können – natürlich führt das zu Unzufriedenheit. Wir nehmen uns selbst viel zu ernst und gehen mit anderen zu hart ins Gericht. Ich weiß; die Herausforderung kann groß sein, aber versuchen wir doch einmal jeden Tag uns und anderen gegenüber mit Freundlichkeit zu begegnen. Auch wenn der ein oder andere sich hartnäckig wehrt, wirst du durch Freundlichkeit einigen Stinkstiefeln den Wind aus den Segeln nehmen – und das Beste daran: Du wirst dich viel besser fühlen! Ein Lächeln ist ansteckend und ehrlich gemeinte Freundlichkeit auch.


Für mich liegt der tiefe Sinn des Yoga darin, dass wir die Matte als Trainingslager für den Alltag nutzen und das gelernte im Leben integrieren. Yoga ist nicht einfach ein Sport. Yoga ist eine Lebenseinstellung die dich zu deiner wahren Natur führt und deinem Ego ordentlich in den Hintern tritt.


Kleine Achtsamkeitsübung für zwischendurch


Schließe deine Augen und nimm einmal wahr, wie die Luft durch deine Nase einfließt. Bringe den Atem tief in den Bauchraum. Atme gleichmäßig aus und spüre wie deine Schultern entspannen und der warme Atem wieder aus deiner Nase austritt und die Oberlippe streift. Nehme wahr, wie dein Körper sich jetzt anfühlt. Atme für einige Atemzüge tief ein und aus. Öffne mit einem Lächeln deine Augen.

© 2020 by Sara Wragge