Wer bin ich, wenn es alles und doch nichts ist?

Aktualisiert: 12. März 2019



Heute morgen habe ich mir nur Zeit für mich genommen. In den letzten Wochen ist das viel zu kurz gekommen und mir ist bewusst geworden, dass wir nicht immer etwas tun müssen, sondern auch einfach mal sein dürfen. Am Wochenende konnte ich dazu einen tiefen Glaubenssatz von mir loslassen. „Um liebenswert zu sein oder um etwas wert zu sein, muss ich was tun.“ - In meinem Fall; arbeiten. Diese Überzeugung teiltee ich natürlich nicht mit meinem Verstand, im Gegenteil. Diese Überzeugung ist in meinem Unterbewusstesten zu finden gewesen und daraus hat sich ein Glaubenssatz entwickelt, der mich in den letzen Jahren oft rastlos gemacht hat und über dessen ich mir gar nicht bewusst war. Diese negative Überzeugung konnte ich mit ThetaHealing auflösen und bringe jetzt neue Impulse in meinen Alltag ein, um daraus eine neuen, aber positive Überzeugung zu festigen.


Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass ich eine ältere Podcastfolge von Laura Malina Seiler und ihrem Interviewpartner Tobias Beck gehört habe, die mich daran erinnerte, was einer meine Yogameister mal in der Philosophiestunde sagte:


"DU bist NICHTS von dem was du denkst, was und wer du bist".

Alles worüber du deine Wert definierst, deinen Erfolg, deinen Besitz, deinen Job, deine Fähigkeiten und sogar deine Gedanken und dein Körper. DAS alles bist nicht DU. Stell dir mal vor, was du davon alles bräuchtest, wenn du ganz alleine mitten im Universum schweben würdest, ohne Namen, ohne Zeit. Nichts. Ich weiß, dass wir nunmal immer noch hier auf der Erde sind und das Leben auch einfach leicht sein und Spaß machen soll. Aber ALLES was du machst, machst du eben doch nicht nur für dich. Du bist gleichzeitig nichts und gleichzeitig alles. Ein Funken des Universum und genau darum auch das Universum!


Alles was du hast, hast nicht du erschaffen, es gehört nicht dir. Du hast dein Haus nicht gebaut und wenn doch, dann hast du die Steine dafür nicht gegossen, du hast alleine schon Stein nicht erschaffen. Das warst nicht du. Mein Ego, was sich so gerne darüber definiert, was ich kann und alles mache, wurde erschüttert von den Worten: Alle meine Fähigkeiten, habe ich durch andere bekommen! Mein Wissen habe ich von anderen oder durch anderes. Es ist ja nicht auf einmal da gewesen. Wenn du nicht wärst, könnte ich mit meinem Wissen nichtmal etwas anfangen, es nicht anwenden oder weitergeben. Wenn andere nicht wären, könnte ich meinen Beruf nicht ausüben, ich hätte ihn überhaupt nie erlernt und du bist nötig dafür, um mit mir in Resonanz zu gehen. Es sind andere Menschen, die mir das beibringen was ich nun kann, durch die ich wachsen kann. Es sind andere Menschen mit denen ich sprechen kann, um meine Gedanken zu formen. Es sind andere Menschen, die zu mir kommen, damit ich meinen Lebensunterhalt damit verdienen kann. Wenn du nicht wärst, wäre ich nichts. Und trotzdem bin ich alles. Wir sind alle alles und nichts. Und vor allem; Wir sind alle eins und wären nichts ohne einander. Danke dir, dass du da bist, denn ohne dich wäre ich nichts.


Die Antwort auf die Frage „Wer bist du am Ende“ teile ich mit Tobias: Ich reise durchs Leben um zu lernen und am Ende möchte ich ein Mensch sein, der gibt und aufbaut und nicht zerstört. Ich möchte andere erheben und nicht kleiner machen.

© 2020 by Sara Wragge