Wie Verletzlichkeit Dir zu einem glücklichen Leben verhilft

Der Wunsch nach Perfektion, die uns Sicherheit garantiert, ist in jedem von uns vorhanden. Wir tragen Schutzschilder wie einen Panzer vor uns her, um keine Ablehnung zu erfahren und möglichst unverwundbar durch das Leben zu gehen.

Erfahrene Angst, Trauer und Enttäuschungen die jeder von uns schon einmal erlebt hat, bringen uns dazu, dass wir uns zurückziehen, misstrauisch werden und unsere Lebendigkeit darunter leidet. Ein Leben in Perfektion und dem Gefühl von anhaltender Sicherheit lässt dich passiv werden und ist die allergrößte Verschwendung. Mich zu öffnen und komplett ich selbst zu sein, macht mir heute auch noch oft Angst, aber ich weiß, dass kein Weg daran vorbei geht und diese Angst immer wieder zu überwinden wichtig ist, um ein glückliches Leben zu führen.


Versuchst du oft nicht weiter aufzufallen, um Kritik und Urteilen anderer auszuweichen? Dann kann ich dich beruhigen, denn egal was und wie du etwas tust, es wird immer Menschen geben, die genau das blöd finden. Und das ist völlig ok. Auch wenn es erstmal oft unglaublich weh tut, aber mit der Zeit wirst du merken, dass du dich so mehr mit dir im Reinen fühlst. Stell dir mal vor, du bist alt und hast den Großteil deines Lebens schon hinter dir. Wenn du dann auf dein Leben zurückblickst und merkst, dass du Dinge die du im Herzen trägst nie nach außen gebracht hast. Dass du immer etwas tun wolltest, aber aus Angst vor dem, was andere davon halten, es nicht gemacht hast? Dass andere Meinungen dich davon abgehalten haben dein Leben zu leben wie du es dir gewünscht hättest. Ist diese Vorstellung nicht unglaublich traurig?


Ich möchte gerne diese Rede von Theodore Roosevelts mit dem Titel »Citizenship in a Republic« teilen. Die folgende Stelle macht sie so herausragend:


Es ist nicht der Kritiker, der zählt, nicht derjenige, der aufzeigt, wie der Starke gestolpert ist oder wo der, der Taten gesetzt hat, sie hätte besser machen können. Die Anerkennung gehört dem, der wirklich in der Arena ist; dessen Gesicht verschmiert ist von Staub und Schweiß und Blut; der sich tapfer bemüht; der irrt und wieder und wieder scheitert; der die große Begeisterung kennt, die große Hingabe, und sich an einer würdigen Sache verausgabt; der, im besten Fall, am Ende den Triumph  der großen Leistung erfährt; und der, im schlechtesten Fall des Scheiterns, zumindest dabei scheitert, dass er etwas Großes gewagt hat ….”

Wenn du einmal daran zurückdenkst, wird dir vielleicht auffallen, dass du und die Menschen die du kennst, besonders aus Krisen transformiert und gestärkt heraus gingen. Verletzlichkeit darf nicht mit Schwäche verwechselt werden. Es bedeutet, zuzulassen, dass Sieg oder Niederlage eintreten können und sich trotzdem engagiert und rückhaltlos dafür zu entscheiden, sich für eine Sache einzusetzen, die es wert ist, sich dieser Angst zu stellen. Sich bereitwillig darauf einzulassen, statt am Rand sitzen zu bleiben und kluge Sprüche zu klopfen. Verletzlich zu sein erfordert wirklich Mut. Mutig ist, wer sich zeigt wie er ist.


© 2020 by Sara Wragge