© 2019 by Sara Wragge 

Tipps - Endlich vegan!

Informiere dich im Vorfeld über die vegane Ernährung. Welche Lebensmittel sind vegan und welche nicht. Nicht nur die Produkte mit dem “vegan“- Zeichen sind vegan, sondern auch viele andere. Es ist hilfreich sich einmal beim Einkaufen umzusehen und herauszufinden, was für dich nun in Frage kommt. Grundsätzlich gilt: Die Obst- und Gemüseabteilung ist dein Freund- esse so bunt und pflanzlich wie möglich, dann bist du auf dem besten Weg. 

Es gibt nichts was wir langfristig ändern wollen, ohne eine Motivation zu haben, wofür wir etwas tun. Überlege dir also einmal ausführlich, warum du vegan leben möchtest. Dafür hilft dir natürlich dein bisheriges Wissen, dass es dir gut tut, aber auch das Internet, Blogs, Instagram, Bücher und Filme oder andere Menschen in deinem Umfeld, die bereits vegan sind. Nehme dir für den Anfang doch erstmal vor, dich 4 Wochen lang vegan zu ernähren und danach entscheidest du selbst, ob du weitermachst oder nicht. Am besten spürst du selbst welche Auswirkungen du in den 4 Wochen bemerken kannst. Gut ist auch, die Menge an pflanzlichen Nahrungsmitteln zu erhöhen und gleichzeitig die Menge an tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln zu reduzieren. 

Fakt: 70 % aller Krankheiten und Todesfälle sind

größtenteils abhängig vom Lebensstil - und vermeidbar.

EINFACH UND GESUND

Sortiere in der Küche aus was nicht vegan ist und verschenke Lebensmittel die noch haltbar sind an Freunde oder Familie. Alles in den Inhaltsstoffen was du nicht aussprechen kannst, geschweige denn nicht weißt was es ist kommt weg. Versuche alles mehrfach verarbeitet aus deiner Küche zu bekommen, um Platz für das zu machen, was gesund ist. Danach gehst du einkaufen und richtest dich neu ein. Immer frische Produkte und pflanzliche Grundnahrungsmittel zuhause zu haben ist der Schlüssel zum Erfolg.  Auch wenn du am Anfang etwas mehr Geld dafür ausgeben wirst, erinnert dich daran wo deine Prioritäten liegen. Versuche nur es nicht zu kompliziert werden zu lassen. Ich liebe die vegane Ernährung gerade darum, weil ich sie unheimlich einfach finde. Außerdem verträgt unser Körper einfache Mahlzeiten sehr gut. Wenn du Spaß an außergewöhnlichen Variationen hast, dann halte ich dich aber natürlich nicht auf. 

Es ist verständlich, dass du bei dem Gedanken deine Ernährung umzustellen erstmal kalte Füße bekommst. Es sind viele neue Informationen und alte Gewohnheiten mit denen du dich auseinandersetzen musst. Es kann sein, dass du lieber voll und ganz ins “Vegansein“ eintauchen willst oder du jemand bist, der lieber mit kleinen Schritten beginnt. Habe nicht den Eindruck, dass alle andere obervegan sind und fühle dich nicht unter Druck gesetzt es perfekt machen zu müssen. Es ist normal mal schlechte Tage oder Rückschläge zu erleben. Denke daran, jeder Tag ist ein neuer Anfang.
 

REINIGUNG, ENTGIFTUNG - HEILUNG

Achte darauf, dass du genug isst und deinen Kalorienbedarf deckst. Eine pflanzliche Ernährung hat grundsätzlich weniger Kalorien und Fett und du kannst dich damit richtig satt essen. Gemüse, Obst und Kartoffeln werden in deinem Körper anders verwertet als ein Steak mit Sauce. Durch eine pflanzliche Vollwertkost werden mehr Ballaststoffe vom Körper aufgenommen als du es gewohnt sein könntest. Dein Körper wird anfangen die vielen Toxine auf natürliche Weise zu reinigen, um zu heilen. Es kann daher zu Entgiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Hautausbrüchen, Verdauungsproblemen oder sogar grippeähnlichen Symptomen kommen. Wenn dein Körper sich von all den giftigen Substanzen entledigt hat, kannst du unglaubliche Vorteile erfahren; erhöhte Energie, verbessertes Hautbild, kräftige Nägel und Haare, besserer Schlaf und die Heilung vieler gesundheitlicher Probleme. Die Liste kann noch viel weiter gehen, aber belassen wir es erstmal dabei. Du wirst dich wirklich phänomenal fühlen!

Natürlich wirst du total euphorisiert von deinem neuen Leben sein, aber das interessiert dein Umfeld nur solange, wie du nicht versuchst es davon zu überzeugen. Ich habe mich da von Anfang an zurückgehalten und nur auf echtes Interesse reagiert. Lasse dich nicht von anderen in unnötige Diskussionen verwickeln, wenn es demjenigen nur darum geht blöde Kommentare loszuwerden und gefährliches Halbwissen als selbsternannten Ernährungsexperten zu teilen. Durch deinen Lebenswandel wirst du so oder so viele Menschen inspirieren die offen dafür sind.  

DAS PROTEINDING...

Ich verspreche dir, dass sich nie mehr Leute darum sorgen werden, ob du auch genügend Proteine zu dir nimmst. Eine pflanzliche Ernährung kann dir ohne Probleme genügend Protein für eine optimale Gesundheit liefern. Von 22 Aminosäuren gibt es 9 die als essentiell gekennzeichnet sind. Das heißt, dass diese nicht vom Körper selbst hergestellt werden, sondern von der Nahrung die wir essen bereitgestellt werden müssen. Pflanzen sind Aminosäuren aus erster Hand. Über die Tiere gehen sie somit einen unnötigen Umweg bis sie in deinem Körper landen, denn die Tiere nehmen sie über Pflanzen auf. Diese müssen danach im menschlichem Körper erst wieder umgewandelt werden, was viel Energie verbraucht und Säure entstehen lässt. Reich an Aminosäuren sind Pflanzen, Nüsse und Samen, Spinat, Grünkohl, Bohne, Sesam, Quinoa und z.B. brauner Reis.

Viel diskutierte Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin B12 und Vitamin D substituiere ich. 1-2 Mal im Jahr lasse ich meine Blutwerte checken und habe noch nie irgendeinen Mangel gehabt. Auch Nicht-Veganer in unserem Breitengrad haben übrigens bei keiner abwechslungsreicher Ernährung niedrige Vitamin D Werte und häufig Vitamin B Mangel.